Okt 18 2007

Der Flug

Published by indiasei at 11:08 pm under Reise

Nachdem wir, Alfred, Sebastian und Simon, nach Dubai, nun in Indien ankamen, waren wir uns schnell einig so ziemlich am Ende zu sein.

Der Flug war richtig schön Scheiße. Neben mir ein afrikanisches Pärchen, er litt an Parkinson und wurde im Rollstuhl gekarrt, sie litt unter ihrem Gewicht und wurde im Rollstuhl gekarrt. Dazu litt er unter seiner Einstellung und sie unter Flugübelkeit, was er wiederum erst wahrnahm nachdem meiner einer, durch den Geruch knapp selber am Kotzen, ihn einige Minuten nach dem ersten übergabe Vorfall, eine gewisse eigene Reaktionszeit wollte ich ihm gewähren, darauf Aufmerksam machte das sie sich übergeben hatte und dies geräuschbegleitent schubweise immer noch tat. Er sichtlich überrascht, ich nehm an das er mit der Lautstärkeeinstellung seiner Multimedia Entertainment Boardstation überfordert war und daher beschloss den Musikkanal seiner Wahl auf voller Lautstärke laufen zu lassen. Das erklärt mir das nicht reagieren auf die Geräusche, die sie von sich gab. Allerdings haben die Multimedia Entertainment Boardstationen noch keine Nasenstöpsel integriert und den Geruch, welcher 100% auf die Person neben ihm zurückzuführen war, hätte er wahrnehmen müssen.
Aber die Ignoranz gegenüber den Problemen seiner Frau strahlte so ungemein Stark, das ich überrascht war das er überrascht war.

Der erlösungshoffnung weckende Knopf mit der Aufschrift “Service” war von ihm schnell gefunden und gedrückt.

Ich frage mich ob angehende Flugbegleiter/innen auch nur eine Sekunde daran gedacht haben, die Kotze von selbsttätig nicht mehr dazu in der Lage seienden Fluggästen beseitigen zu müssen, bevor sie mit ihrer Ausbildung anfingen.

Die Flugbegleiterin kam, machte Sauber, hatte Mitleid mit uns und brachte auf unsere bitte nach Frischhaltetüchern gleich eine kleinere Familienpackung die wir dankbar nutzten. Und zwar ist der Trick das Tuch nicht komplett aus der Packung zu holen sondern diese nur oben aufzureißen, auf die Seiten des Päckchens gleichmäßig mit Zeigefinger und Daumen Druck auszuüben so dass sich an der aufgerissenen Seite eine ovale Öffnung bildet in die man wunderbar seine Nase stecken kann um den Geruch, des Passagieres neben einem, zu entgehen. Das direkte rausziehen des Tuches aus der Packung und auflegen auf das Gesicht geht auch, ist allerdings innerhalb weniger Minuten nutzlos, da entrochen und der Flug hatte noch 3 Stunden zu fliegen.
Ich glaube an sich nicht an Terroristen in Flugzeugen, aber es gab momente in den ich mir einen Wünschte der sich doch mit diversen Gästen aus dem Flugzeug sprengen möchte.


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