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Okt 19 2007

Vellore Institute of Techn olo gie

Published by indiasei under Indien, Reise, VIT

Auf dem Gelände vom VIT angekommen sah Indien schlagartig schicker aus. Unsere erste Unterbringung, da wir doch recht früh ankamen und kein waches Personal etwas mit uns Anzufangen wusste, sah aus wie der Luxus pur.
Bis zur aktuellen unterbringung war aber noch einiges zu tun, nämlich warten.Warten auf irgendjemand der was zu sagen hat und dieser jemand taucht wohl nicht vor 7 auf. Bis 7 waren es zum Glück nur noch 1.30h. Die saßen wir dann da so rum und ich versuchte die Zeit mit konsequenter Schnakenabwehr zu vertreiben. Ich traute diesen Tieren immer noch nicht über den Weg, obwohl die hier rumwuselnden und garantiert auch von Schnaken gestochenen Inder gesund erschienen und nicht von Meningokokken zerstört Hirnlos sabbernd rumfielen. Zwischendurch wurd uns Tee angeboten, was wir bejahten und dieser kam dann Zeitgleich mit dem jemand der was zu sagen hat.
DEZSH wurden von einem der 4 Bediensteten ein Schienbein hoher Tisch an die Beine gerückt. Bediensteter wieder 2 Schritt zurück, guckt, urteilt, befindet es für nicht gut, geht wieder hin, schiebt den Tisch, sehr vorsichtig, ein Stück näher, geht wieder 2 Schritt zurück, guckt, urteilt, findets gut, gibt handzeichen, Tee kommt. Jeder bekommt sein Tee, Sebastian hat ihn allerdings einen Augenblich zu langsam abgestellt wodurch der bringende Bedienstete Sebastien den Tee vornübergebeugt aus der Hand nahm und für ihn abstellte. Der nun komische Blick Sebastians veranlasste den Bediensteten dazu in seiner vornübergebeugten Pose innezuhalten, Sebastians Tee umzurühren, den Teebeutel ein paar mal zu dippen um dann mit verunsicherten Blicken von der Aktion abzulassen um sich zurückzuziehen. Die Sprachlosigkeit war Raumausfüllend.
Der zu sagen haber, an dieses Prozedere sichtlich gewöhnt, sagte was, wir auch, das ging dann so ne Stunde hin und her. Wir verwiesen auf unsere Müdigkeit, bekamen auf seine Anweisung hin gleich ein Zimmer im Guesthouse (heißt so weils mehr Luxus ist als die anderen “Häuser” auf dem Campus) konnten Duschen, Frühstücken und dann 1 Stunde schlafen bevor wir geweckt wurden.
Den Indern wurde klar das wir nur Studenten sind und keine Professoren den man eine komplette Wahrnehmungsverschiebung vermitteln muss damit sie ihre Studenten herschicken.
Nach dem wecken wurden wir über eine Institution, die sich Office for International Relationships nennt, in ein Zimmer einquartiert. Da wir eh schon 3 Tage gemeinsam unterwegs waren, hatten wir auch kein Problem damit dass sie uns alle 3 in ein Zimmer steckten. Wir wollten nur schlafen.
Im Zimmer angekommen, besser gesagt in der Stätte die ein Zimmer inne hat in dem wir beherbergt werden würden gab es am Eingang ein Probelm. Uns wurde mitgeteil das im Zimmer nur 2 Betten stehen, wir baten um ein drittes, welches nach dreiviertelstündiger Diskussion inklusive 4 Telefonaten dann auch gebracht wurde. Mir war nicht ganz klar warum man dazu 9 Leute braucht aber das ist hier eh so eine Sache.
In dem Zimmer war auch noch eine Glühbirne kaputt. Ganze 5 Leute später war sie ausgetauscht. 2 der 5 waren nur dabei um uns anzustarren. Der 3. tauschte die Glühbirne aus und die letzten beiden liefen unentschlossen zwischen den Starrern und dem Wechsler hin und her.
Inder raus, Tür zu, schlafen!

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